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Die Maine Coon heute

Heute ist die Rasse, genau wie viele andere Rassen auch, ein Ergebnis der seit den 60-iger Jahren wieder aufgenommenen Zucht. Heidi-Ho; Tati-Tan und Whittemore gehören wohl zu den bekanntesten Namen erster Zuchten, denen viele folgten. Damit ist sie nun schon länger keine Bauernkatze mehr. Mitunter werden noch Bauernkatzen aus Maine (Fondations) eingekreuzt, um die genetische Vielfalt zu fördern. Ihr Farbspektrum hat sich auch wesentlich verbreitert. Festzustellen ist bereits auch eine Differenz zwischen den verschiedenen Weltverbänden. So ist in England ein anderer Typ gefragt, als in Nordamerika. Das sich eine Rasse fortentwickelt ist grundsätzlich normal, da es sich bei Zucht ja um einen Prozess und nicht um eine „Konserve“ handelt.

 

Standard (WCF)

Körper: (35 Punkte) Die große bis sehr große Katze verfügt über einen muskulösen, lang gestreckten und breiten Körper. Sie wirkt im Ganzen rechteckig. Der muskulöse Hals ist von mittlerer Länge, der Brustkorb ist breit. Die mittellangen Beine sind kräftig und muskulös. Die Pfoten sind groß, rund und mit Haarbüscheln versehen. Der Schwanz ist lang und soll mindestens bis zur Schulter reichen. Er ist breit am Ansatz, spitz zulaufend und wehend behaart.

Kopf: (30 Punkte) Der große, massive Schädel mit geraden Konturen wirkt kantig. Die Wangenknochen sind hoch angesetzt. Die Nase ist mittellang. Die Schnauzenpartie ist massiv und kantig und deutlich abgesetzt. Das Kinn ist massiv und kräftig und verläuft in einer Linie mit Oberlippe und Nase. Das Profil ist geschwungen.

Ohren: Die Ohren sind sehr groß mit einer breiten Basis und laufen spitz zu. Sie stehen fast aufrecht und hoch. Der Abstand zwischen den Ohren ist nicht mehr als eine Ohrbreite. Die Haarbüschel in den Ohren ragen über den Ohraußenrand, Haarpinsel sind erwünscht.

Augen: (5 Punkte) Groß, oval, weit auseinander stehend, leicht schräg gesetzt. Die Augenfarbe soll einheitlich sein und harmonisch zur Fellfarbe passen.

Fell: (25 Punkte Fellfarbe und Textur): An Kopf und Schultern ist das Fell mit Ausnahme des Kragens kurz und wird entlang des Rückens und der Flanken sowie auch am Bauch deutlich länger. Die dichte Unterwolle ist weich und fein, unter gröberem, festem Deckhaar. Das dichte, locker fallende Deckhaar ist Wasser abstoßend und bedeckt Rücken, Flanken und Schwanzoberseite vollständig. Die Körperunterseite und die Rückseite der Hinterbeine besitzen nur Unterwolle. Längere Brustbehaarung ist erwünscht, ein voller Kragen nicht erforderlich.

Farbvarianten: Die Farben Chocolate und Cinnamon, sowie deren Verdünnung (Lilac und Fawn) sind in allen Kombinationen (Bicolour, Tricolour, Tabby) nicht anerkannt. Der Pointfaktor ist ebenfalls nicht anerkannt. Alle anderen Farben sind anerkannt und die Beschreibungen sind der allgemeinen Farbliste zu entnehmen.

Fehler: Überall gleich langes Fell ist ein Fehler. Feiner Körperbau schließt das CAC aus.

Kondition: (5 Punkte)

 

Auslegung

Wer noch nie eine Maine Coon gesehen hat und auch sonst Katzenrassen nicht kennt, wird sich wohl aus dem Standard keine rechte Vorstellung machen können, wie eine Maine Coon nun wirklich aussieht. Um den Standard also wirklich zu verstehen, ist es wichtig die Katzen wirklich zu sehen, wofür es auf Katzenausstellung reichlich Gelegenheit gibt.

Maine Coons sind insgesamt harmonische Katzen. Imposant sind nicht nur die Kater, sondern auch so manche Vertreterin dieser Art. Am besten wird eine Maine Coon dem Standard gerecht, wenn sie mit 2-3 Jahren ihre Entwicklung wirklich abgeschlossen hat.

Der Standard gibt vor, was dem Richter Idealerweise gezeigt werden soll. Er sagt leider nichts über den besonderen Charakter der Rasse aus.

 

WESEN
Maine Coon’s werden auch als sanfte Riesen bezeichnet. Eine Beschreibung, die sie durchaus verdienen. Sie ist eine souveräne Katze, nicht phlegmatisch und nicht extrem temperamentvoll. Ich würde es ausgewogen nennen. Maine Coon´s  sind auch gesellig und vertragen sich in der Regel gut mit anderen Katzen. Sie kommen aber auch gut mit anderen Haustieren, wie Hunden aus. Sie sind, wenn sie gut geprägt wurden,  Menschen zugetan. Meist so anhänglich, dass sie ihrer Bezugsperson auf Schritt und Tritt folgen. Wie alle domestizierten Katzen, lässt sich auch die Maine Coon mit viel Liebe und noch viel mehr Geduld ein wenig erziehen. Mit falschen Verhalten jedoch, ist das Wesen schnell verdorben und die beidseitige Freude dahin.

 

HALTUNG

Da Rassekatzen normalerweise nicht als Freigänger gehalten werden, ist auch die Einzelhaltung nicht zu empfehlen.  Für diesen Fall müssten sie als Bezugsperson schon sehr viel Zeit zu Hause verbringen. Eine Zweitkatze ist daher dringend zu empfehlen. Sollten sie verschiedene Rassen vergesellschaften, sollte das Temperament abgestimmt sein, wobei Maine COON’s eher unkompliziert zu vergesellschaften sind. Hauskatzen eignen sich für eine Vergesellschaftung praktisch meistens.

Als Haustier sollte sie natürlich ausreichend Raum haben. Ob sie auch das Bett teilen darf, liegt in ihrem eigenen Ermessen. Idealerweise steht ihr auch ein Freigang, oder gesicherter Balkon/ Terrasse zur Verfügung. Maine Coon liebt den Kontakt zu den Elementen und es tut ihrer Gesundheit und dem Fell sehr gut.

Für ihre Entwicklung sollte qualitativ gutes Futter verwendet werden, wozu sie bitte die speziellen Informationsplattformen für weitere Informationen nutzen.

Die Fellpflege variiert etwas in den Jahreszeiten und auch von der Fellqualität des Individuums. Dabei ist die Fellpflege nicht übertrieben aufwändig, jedoch in einem gewissen Masse erforderlich

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